Netbook, Subnotebook oder Notebook - die stromsparende Desktop Alternative

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Netbook, Subnotebook, Notebook? Wo liegen die Unterschiede? Was sollte man kaufen, um einen Desktop PC zu ersetzen?

Es ist möglich, ein PC-Desktop-System mit einem geringen Stromverbrauch zusammenbauen, doch in vielen Fällen lohnt es sich, auf ein "mobiles" Gerät zu setzen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Nicht nur der Verbrauch ist geringer, sondern auch das Gewicht und die Ausmaße. Die Technologie schreitet bei stationären PCs zwar voran und ermöglicht einen immer geringeren Stromverbrauch, doch die Relation wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Die Hersteller haben im mobilen Einsatz den Trend erkannt und spezialisieren sich immer mehr darauf. Akkulaufzeiten von mehr als 10 Stunden, immer kleinere Ausmaße und leichtere Geräte - die Technik entwickelt sich in dem Bereich rasant voran.

Stellten vor einiger Zeit noch kleine Festplatten ein großes Hindernis dar, so ziehen sie auf dem Gebiet allmählich nach. 7200 Umdrehungen pro Minute und eine immer größer werdende Speicherkapazität ermöglichen heutzutage einen fast ebenbürtigen Einsatz.

Es gibt Laptops auf denen man spielen, Videoschnitt, oder Office-Aufgaben bewerkstelligen kann. Die große Kunst ist es, ein passendes Gerät für sich zu finden, ohne für überdimensionierte Hardware zu bezahlen, die man später sowieso nicht brauchen wird. Eine Grafikkarte für Spiele, die das Notebook unnötig aufwärmt und für erhöhten Stromverbrauch sorgt, braucht man im Office Betrieb schließlich nicht. Und warum ein Haufen Geld auszugeben, wenn sich später herausstellt, dass das Gerät möglicherweise für die HD-Videodekodierung zu langsam ist.
Auch sollte man sich fragen, ob ein langsameres, kleines Netbook unbedingt nötig ist, wenn man ohnehin nicht damit unterwegs sein wird. In dem Fall wäre ein schnelleres Notebook nämlich die bessere Wahl.

Um eine Entscheidung zu treffen, sollte man sich über die Unterschiede im Klaren sein.


| Das Netbook

Netbook
Foto: Asus | Ein 10 Zoll Netbook
Die Idee tauchte auf, als man das 100 $ Laptop für die "Dritte Welt" angekündigt hat. Vermutlich waren es die vielen daran interessierten Stimmen im Internet, die die Hersteller auf die Idee brachten, ein ähnliches Konzept anzubieten. Schließlich lässt sich auch in der westlichen und reichen östlichen Welt, bei entsprechender Nachfrage viel Geld damit verdienen.

Es dauerte nicht lange, bis das Produkt erschienen ist (jedoch ohne Handkurbel). Der bekannteste Vertreter des Netbooks läuft mit einem Atom Prozessor (im Moment in der zweiten Generation).
Die Geräte sind sehr klein. Der Bildschirm bis 12 Zoll (30 cm) groß. Sie sehen "schnuckelig" aus, manche davon in weißen, andere sogar in rosa Farben. Für viele Käufer ist es ein schickes, kleines Spielzeug, das man gerne mit nach Hause nehmen würde.

Dass die meisten Geräte nur mit 1 GB RAM ausgestattet sind und die heutige Software in vielen Fällen wenig Rücksicht auf kleine, schwache Geräte nimmt, ist dem Käufer oft nicht bewusst.
Spätestens wenn zu Hause die ersten Flash Inhalte mit 720p Auflösung auf Youtube gesichtet werden, macht sich Ernüchterung breit - "das Teil ist lahm". Manch einer stellt dann fest, dass sich das neueste Netbook auf dem Niveau eines ein paar Jahre alten PC bewegt. Die verdrängte Erinnerung an Zeiten, als man ewig warten musste, bis der Computer die Arbeit verrichtet, tritt wieder zum Vorschein.

Man soll sich deshalb dessen bewusst sein, was man kauft und wofür man es verwenden möchte. Will man Vista, oder Windows 7 benutzen, dann gibt es bestimmt geeignetere Möglichkeiten. Ist es dagegen ein ressourcenschonendes Betriebssystem wie XP, dass sich schon mit 512 MB RAM begnügt, dann ist ein Netbook nicht verkehrt.

Man kann sich nämlich in vielen Fällen auch die Software aussuchen, die schonend mit den Ressourcen umgeht und den Rechner nicht zu sehr belastet. Nutzt man das Netbook bewusst in einer gut abgestimmten Softwareumgebung, dann könnte man Spaß haben, ohne unnötig Zeit beim Warten zu verlieren.

Das Netbook ist also zurzeit das schwächste Laptop. Es verbrauch aber auch sehr wenig Strom.

Die Aussichten für die Zukunft sehen jedoch gut aus, denn bald bekommt die ATOM CPU Verstärkung in Form eines zweiten Kerns! Ein zusätzlicher Kern wird für einen Leistungsschub sorgen. Menschen, die bis jetzt mit dem Kauf gezögert haben, könnten langsam das Netbook als eine echte Alternative ansehen.

Der zweite Minuspunkt, der gegen ein Netbook spricht, ist ein kleiner Bildschirm und eine oft geringere Auflösung. Die meisten Netbooks unterstützen nur 1024x600 Pixel. Die vertikale Auflösung von 600 Pixeln erschwert das Arbeiten mit Dokumenten und das Betrachten der Internetseiten. Wer ein unnötiges Scrollen vermeiden möchte, greift besser zu einem Gerät mit 768 Pixeln in der Höhe. Doch auch dann bleibt immer noch ein sehr kleiner Bildschirm, der von Menschen mit einer Sehschwäche gemieden werden sollte.

Das zweite Problem ist das Fehlen optischer Laufwerke. Um ein Betriebssystem zu installieren, muss das BS erst über einen umständlichen Weg Platz auf einem extra dafür vorbereiteten USB-Stick finden.

Vorteile von Netbooks zusammengefasst

Nachteile von Netbooks zusammengefasst


Stromverbrauch von Netbooks

ModellIDLE & 100 cd/m2IDLE & max. HelligkeitCPU-Last3D-Spiele/Max. Helligkeit
8,7 W9,2 W22,4 W24,9 W
5,2 W7,1 W--
8,9 W9,8 W12,5 W13,4 W
11,7 W12,5 W17,8 W20,5 W
8,8 W9,5 W12,1 W13,9 W
5,6 W6,1 W8,8 W9,2 W
10,4 W11,8 W15,3 W16,8 W
8,6 W9,2 W13,8 W15,9 W
Quelle: c't


| Das Subnotebook

Subnotebook
Foto: Asus | Ein 13-Zoll-Subnotebook
Als Subnotebook werden eigentlich auch Geräte, die von der Bildgröße in die Kategorie Netbook fallen, beschrieben. Sie sind kleiner als Notebooks (ca. 10 bis 13 Zoll), sind aber was die Ausstattung und Geschwindigkeit angeht, nicht weit von ihnen entfernt. Sie besitzen meistens ein vollwertiges Betriebssystem, haben jedoch aus Platzgründen kein optisches Laufwerk, eine verkleinerte Tastatur sowie einen kleineren Akku. Sie wiegen zwischen 1-2 Kg, wodurch sie sich besonders für den mobilen Einsatz eignen.

Vorteile von Subnotebooks zusammengefasst

Nachteile von Subnotebooks zusammengefasst


Stromverbrauch von Subnotebooks

ModellIDLE & 100 cd/m2IDLE & max. HelligkeitCPU-Last3D-Spiele/Max. Helligkeit
14 W14,7 W23,2 W27,3 W
10,7 W11,5 W38,5 W40,1 W
9,2 W12,2 W45,9 W45,4 W
12,2 W18,7 W48,9 W48,7 W
12,3 W14,4 W51,4 W64,7 W
Quelle: c't


| Das Notebook

Notebook
Foto: Asus | Ein 16-Zoll-Notebook
Notebooks stellen dagegen die wenigsten Hürden, wenn es darum geht, ein Desktopsystem zu ersetzen. Sie können mit gleichwertigen Prozessoren bestückt werden und alle nötigen Anschlüsse enthalten. Sie besitzen ein optisches Laufwerk, was die Installation eines Betriebssystems erleichtert. Die Arbeitsfläche ab 1024x768 Pixel ermöglicht ein komfortables Arbeiten. Die Größe des Bildschirms reicht von 14 bis 18 Zoll. Der Akku ist meist größer, die Geräte damit aber auch schwerer. Der Stromverbrauch schwankt je nach Konfiguration.
Es gibt Notebooks für Spieler, für den Multimedia Einsatz, oder für das Büro. Über den Zweck entscheiden zum größten Teil die Grafikkarte und das Display.

Spieler brauchen eine schnelle Grafikkarte.

Wer Videos in HD Auflösung schauen möchte, sollte ein Notebook mit einer Karte wählen, die einen extra dafür gedachten Hardware Decoder besitzt. Sie muss jedoch keinen schnellen 3D Chip haben. Auch sollte man auf einen HDMI-Ausgang achten, um später Inhalte auf einem größeren Bildschirm ausgeben zu können.

Der Büromensch braucht weder das ein noch das andere. Für ihn reicht ein Notebook mit einer einfachen Grafikkarte. Dafür sollte er auf ein mattes Bild achten, weil mit einem sog. "Glare-Type-Display" (Bildschirm mit glänzender Oberfläche) Spiegelungen entstehen könnten, wenn das Licht ungünstig fällt. Hier sollte auch die Lautstärke sowie der Stromverbrauch mitberücksichtigt werden.

Vorteile von Notebooks zusammengefasst

Nachteile von Notebooks zusammengefasst


Stromverbrauch von Notebooks

ModellIDLE & 100 cd/m2IDLE & max. HelligkeitCPU-Last3D-Spiele/Max. Helligkeit
20,5 W22,1 W70,4 W75,7 W
17,4 W19,3 W70,3 W78,2 W
79,6 W81,2 W180,2 W159,6 W
16,8 W18,4 W69,9 W68,7 W
27,1 W28,1 W77,8 W84,9 W
26,5 W34,5 W81,1 W87,6 W
27,6 W29,9 W71,2 W81,4 W
40,4 W46,8 W89,6 W108,8 W
26,3 W27,2 W83,7 W98,1 W
10 W10 W37,3 W21,6 W
21,5 W22,2 W53,8 W56,8 W
14 W15,4 W40,7 W27,7 W
11,9 W13,8 W38,1 W23,6 W
12,6 W14,2 W43,8 W32,2 W
17,4 W19,7 W41,7 W51,5 W
15,7 W18,8 W43,4 W51,3 W
Quelle: c't


| Fazit

Je nach persönlichen Vorlieben kann man entweder zu einem Netbook, Subnotebook oder Notebook greifen. Die Zeit von langsamen Laptops, die nur für "Briefeschreiben" zu gebrauchen waren, ist endgültig vorbei. Heutzutage findet fast jeder einen adäquaten Desktop Ersatz. Die einzige Gruppe, die immer noch auf Desktop PC angewiesen ist, sind Grafiker, die auf ein hochwertiges ISP/PVA Display nicht verzichten können. Für alle drei Gerätegruppen gilt - sie sind deutlich sparsamer als ihre Desktop Vertreter. Ein sparsames Notebook verbraucht im Schnitt (mit Display) ~15 Watt. Diesen Wert können Desktop PCs zurzeit nicht unterbieten, wenn man bedenkt, dass sie zusätzlich auch noch einen externen Monitor benötigen.







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